Auf dem Weg nach Fogo begegnen wir zwei Buckelwalen, die uns recht nahe kommen. Nichts tröstet besser über einen Flautentag hinweg, als Walsichtungen!
Die Krönung wäre jetzt auch noch ein frischer Kabeljau zum Abendessen! Außer Seegras findet sich aber diesmal leider nichts am Haken!
Wir sind rechtzeitig zum Start des Sommerfestivals eingelaufen und verbringen einen lauschigen Abend bei Musik und schönem Sonnenuntergang.
Fogo Harbour ist ein hübscher kleiner Ort mit guter Infrastruktur für Touristen. Dementsprechend viel ist auch los.
Über dem Ort thront der mächtige Brimstone Hill.
Witzig und kurios: Wir befinden uns hier am Rande der Welt!
Für die Anhänger der Erdscheibentheorie ist Fogo eine der vier "Ecken" der Flacherde!
Laut Internet und der "Flat Earth Society", befinden sich die drei übrigen Ecken der Welt auf Bermuda, Neuguinea und Hydra in Griechenland! Da waren wir Ahnungslosen bevor wir hierher kamen, schon an an zweien dieser Ecken! Gott sei Dank ist uns nichts passiert!
Unser Nachbar am Steg ist ein wirklich sehr netter, sympathischer Amerikaner auf seinem supertollen 60 Fuß Motorboot namens, "Love Machine VIII". Gleich beim Anlegen macht er klar, wen er bei den letzten "elections" nicht gewählt hat. Wir liegen Heck an Heck, sein Generator läuft Tag und Nacht.... Kurzentschlossen verlegen wir uns ein paar Seemeilen weiter ins verschlafene Tilting. Hier ist die Zeit stehen geblieben.
Tilting wurde 1730 von irischen Siedlern gegründet und ist auch heute noch "irisch". Es wehen hier mehr irische Fahnen als Kanadische.
Fogo ist im Sommer so ein bisserl die Künstler- und Promiinsel von Neufundland. Es gibt sogar ein Luxushotel in dem so mancher Star schon seine Ferien verbracht hat. Viele Künstler verbringen auf Fogo den Sommer. Für "Artists in Residence" gibt es über die Insel verstreut, stylische Lodges an wunderschönen, einsamen Plätzen. Ich könnte mir gut vorstellen an so einem Ort ein Buchprojekt zu bearbeiten, zu malen oder einfach nur zu lesen, zu stricken und als Abwechslung eine Runde zu laufen und auf die Yogamatte zu gehen.....
Ein schöner Küstenweg führt über zwei Halbinseln. Es ist unglaublich heiß, die Sonne knallt nur so vom Himmel und wir erleiden auf unserer Wanderung fast einen Hitzekollaps. Selbst der Wind fühlt sich an wie ein Föhn und bringt keine Abkühlung. Die Hitzewelle hält an - leider auch die Feuer, die sich im Südosten von Neufundland weiter ausbreiten.
Im Ort begegnet uns eine Füchsin mit ihren scheuen Jungen, sonst ist kaum eine Menschenseele zu sehen obwohl vor fast jedem Haus Autos stehen. Die Newfies verstecken sich vor der ungewohnten Hitze, nehmen wir an. Nach der Küstenwanderung suchen auch wir Schutz vor der Sonne und Abkühlung im Schatten unseres Bimini! Sind wir wirklich in Kanada?
Der Abend bringt verlässliche Abkühlung. Tropennächte bleiben uns erspart ;-)