Aus der unberührten Wildnis der Hare Bay, tuckern wir in den kleinen Ort Francois. Ausgesprochen wird es "Frans Way". Ein Outport, der sich Jahr für Jahr hartnäckig gegen die Absiedlung wehrt. Es gibt keine Straße, nur eine Fährverbindung, ein Postamt, einen kleinen Supermarkt und rund 50 ständige Einwohner.
Der kleine Ort liegt in einer engen, schluchtartigen Bucht.
Der berüchtigte Nebel der Südküste bleibt auch Ende des Sommers nicht aus, gepaart mit Starkwind aus Süd und Regen.
So viel Wind kommt dann gar nicht und der angesagte Regen ist auch bald durch. Ein Spaziergang bringt uns, vorbei an einem See, auf die Hügelkette über dem Ort.
Auf der Aussichtsplattform finden wir einen Geo Cache mit der Aufforderung eine Nachricht zu hinterlassen, einen Gimmick zu entnehmen, aber auch etwas da zu lassen.
Das machen wir gerne! Neben unserer Nachricht, lassen wir eine der unbenutzten Konzertkarten in der kleinen Box. So erfüllt zumindest eine der verfallenen Karten, doch noch eine Aufgabe.
Auf dem Rückweg umwandern wir den kleinen See. Hier finden sich die letzten verblühenden Pitcher Plants des zu Ende gehenden Sommers, neben den ersten verfärbten Blättern des nahenden Herbstes.
Der See lockt mit klarem, warmem Wasser. Die Zehenprobe ergibt sogar, der See ist wärmer als die Luft! Nichts wie rein, für eine schnelle Schwimmrunde!
Als ich in diversen Reiseberichten las, dass die Seen Neufundlands im Sommer zum Schwimmen einladen, dachte ich, das sei übertrieben und nur etwas für hartgesottene Naturen. Aber siehe da, "here I am!"



















