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Zwischenschritt zur unendlichen Motorgeschichte

gähnende Leere....
gähnende Leere....

Schon im Herbst war klar, dass unser Motor eine Generalüberholung braucht. Ein Ventil zeigte schlechte Kompressionswerte. Einen neuen Volvo Penta nach Kanada zu importieren, entpuppt sich als kompliziert mit ewigen Lieferzeiten obendrein. Also entscheiden wir den alten Motor während unserer Abwesenheit von der Werft ausbauen zu lassen und einer Werkstatt anzuvertrauen. Dort ist er jetzt seit Februar, hat neue Kolben bekommen und der Zylinderblock wurde neu ausgeschliffen. Eigentlich wäre er bereit für den Wiedereinbau auf der Stravanza – wäre da nicht das Problem mit der Ölpumpe. Sie hängt schon seit Ewigkeiten im Zoll. So erklärt es uns Mechaniker Sam, als wir den Motor in der Werkstatt besuchen. Also, heißt es warten. 

Wir „vertreiben“ uns die Zeit mit einem weiteren ungeplanten Projekt: die ewig leckenden Panoramafenster welchseln wir dieses Mal nicht aus, sondern sie fliegen endlich komplett raus und werden durch robuste Luken ersetzt. Ein Vorhaben, das wir ein bisserl unterschätzen.

 

Robert baut ein tolles maßgetreues Modell aus Pappe für die notwendigen Blenden und Rahmen, Schweißprofi Todd baut es aus Alu nach und rückt mit seinem Riesenschweißgerät an. Es sprühen die Funken!

es kann losgehen!
es kann losgehen!

Die alten Ausschnitte im Alurumpf sind größer als die neuen Luken. Die neuen Blenden passen nicht auf den Millimeter genau.... Todd schweißt, hämmert, schleift was das Zeug hält und bald kriecht feiner Alustaub in jede Ritze der Stravanza.

Die Schweißnähte werden nicht auf Anhieb dicht. Todd muss drei Mal anrücken, die Nähte nachbessern und wieder schleifen, bis alles passt. Alustaub, Dreck ü.b.e.r.a.l.l...... Aber das Ergebnis freut uns dann doch sehr! Dichte Luken und mehr Belüftung im Salon - so wollten wir das immer haben!

fast fertg!
fast fertg!

Unter Deck bleibt das alles nicht ohne Spuren: der Plafond im Salon musste vor dem Schweißen natürlich abgenommen werden. Jetzt passt er um die neuen Luken herum nicht mehr. Bevor wir da irgendwie was zusammenpfuschen, bauen wir den Deckenhimmel lieber gleich komplett neu auf und ziehen eine zusätzliche Isolationsschicht ein. Wir lernen eine ganze Menge über die Schwierigkeit, weißes Vinyl faltenfrei auf drei Meter lange Holzpaneele zu kleben und zu tackern.... 

Der Lernfortschritt ist bei genauem Hinsehen von steuerbord nach backbord verlaufend, erkennbar und wird uns ewig an Shining Waters erinnern. An Deck muss um die neuen Luken herum, nochmal geschliffen, gekittet und gestrichen werden. Wieder Staub ohne Ende..  Schlussendlich ist alles wieder pipifein, wir aber zugegebenermaßen ein bisserl müde.

der neue Plafond und darunter die neue Isolierung!
der neue Plafond und darunter die neue Isolierung!

Mittlerweile ist auch in Nova Scotia der Frühling eingezogen! Jetzt kann man auf der Terrasse der Saltbox Brewery in unserer Werft - zwar dick eingepackt, aber immerhin - im Freien sitzen und indische Schmankerln genießen. Aber auch an Bord gibt's Gutes und wir gönnen uns ein bisserl Luxus. Es ist schließlich Lobster Season! 

Des Öfteren machen wir einen Timmi Run!" - so heißt das hier wenn man ins Kaffeehaus geht! Bei Tim Horton gibt's einen recht annehmbaren Espresso und ganz gute Croissants. 

 

Gemütlichkeitsfaktor? Na ja..... Nordamerika halt.