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Tagelang kopfüber und dann Blockade: das Motor-Comeback

Gefühlt im selben Moment, als die Fenster endlich dicht sind und der Plafond strahlend weiß wieder an seinem Plan hängt, erlöst uns der Zoll: Die fehlende Ölpumpe für den Motor ist endlich da und schon eingebaut! Er kann also zurück an Bord!

endlich ist er wieder da!
endlich ist er wieder da!

Per Truck kommt er in den Boatyard und per Kran zurück ins Boot . 

Weil der Kran gerade da ist, stellen wir auch gleich den Mast. Schnell noch eine Tricolore und eine neue UKW-Antenne montiert und rauf damit! Unter Deck muss irgendwann auch wieder alles zusammengehängt werden.... Aber das kommt später. Erst der Motor!

Robert winkt hinterm Motor hervor - ein paar Tage lang, sind wir nur da zu finden....
Robert winkt hinterm Motor hervor - ein paar Tage lang, sind wir nur da zu finden....

Es folgen ein paar Tage Boots-Yoga. Tagelang hängen wir kopfüber hinter dem Motor im engen Motorraum, richten die Maschine zehntelmillimetergenau mit der  Welle aus. Wie wichtig das Lining ist, haben wir auf unserer ersten Atlantiküberquerung mit der Idemo dramatisch demonstriert bekommen.... Jeder Schlauch, jedes Kabel wird akribisch angeschlossen.

 

Endlich der große Moment: Wir starten den Motor. Er springt an! Ein zweiter Start – läuft! Scheint alles zu passen! Und dann... der dritte Start. Ein hässliches, metallisches Klonk. Die Maschine rührt sich keinen Millimeter mehr. Schockstarre. Der frisch überholte Motor blockiert komplett. Das darf doch wohl nicht wahr sein! Uns sackt das Herz in die Bilge.

 

wieder auf dem Truck - zurück in die Werkstatt
wieder auf dem Truck - zurück in die Werkstatt

Das ganze Prozedere geht von vorne los. Wieder den Kran bestellen, den Motor vom Getriebe trennen und aus dem Schiff hieven. Abtransport in die Werkstatt.

 

Es foklgt ein zäher, nervenaufreibender Streit um die Gewährleistung. Die Werkstatt kann nicht erklären, was passiert ist, sicher aber ist, dass wir schuld sind....

 

Mittlerweile ist es Ende Juni. Der neue Krantermin? Völlig ungewiss.

 

Um nicht komplett den Verstand zu verlieren, ziehen wir die Notbremse und nehmen erst einmal Abstand.